Fichte stichtTanne nicht

Die Tanne

Fichtennadeln stechen 

Die typischen immergrünen Nadeln der Rottanne können bis zwei Zentimeter lang werden, sind zugespitzt und stechen, wenn man sie berührt. Sie sind im Querschnitt viereckig, etwa so breit wie hoch und sind am Zweig allseitig verteilt. Im Normalfall bleiben die Nadeln sechs bis 13 Jahre lang an den Zweigen, bevor sie abfallen.

Fichtenzapfen werden jährlich abgeworfen 

Die Zapfen der Rottannen hängen an den Zweigen nach unten und reifen zwischen August und Dezember. Sie sind meist braun, eiförmig bis zylindrisch. Der Samen fällt zwischen August und Winter, teilweise auch erst im nächsten Frühjahr aus und wird durch den Wind verbreitet. Danach werden die zwei bis zwanzig Zentimeter langen Zapfen als Ganzes abgeworfen.

Fichten sind windwurfgefährdet

Als Flachwurzler bilden Fichten Wurzeln, die sich in den oberen Bodenschichten tellerförmig ausbreiten. Sie finden bei schlechten Bodenverhältnissen keinen optimalen Halt und sind bei Sturm windwurfgefährdet. Bei guten Bodenverhältnissen und auf geeigneten Gesteinen entwickeln sie gutes Wurzelwerk und wachsen an Gesteinsbrocken heran.

Tannennadeln stechen nicht 

Die flachen, ledrigen Nadeln werden bis zu drei Zentimeter lang und drei Millimeter breit, stechen nicht und sind spiralig angeordnet. Ihre Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite blassgrün. Spaltöffnungen findet man bei Schattennadeln in zwei weissen Streifen an der Nadelunterseite. Die Nadeln fallen nach acht bis zwölf Jahren ab.

Tannenzapfenspindeln bleiben länger am Baum (Tannenzapfen zerfallen)

Die walzenförmigen Zapfen der Weisstannen stehen aufrecht auf ihren Zweigen und werden bis zu 16 Zentimeter lang. Nachdem die Samen im September bis Oktober des Blütejahres reifen, fallen sie ab. Die braunen Zapfenspindeln allerdings bleiben noch mehrere Jahre am Baum, bevor sie abfallen.

Tannen sichern steiles Gelände

Je nach Bodenbeschaffenheit reicht ihre Pfahlwurzel bis zu drei Meter tief in den Boden. Die Wurzeln wachsen zudem weit über ihren Kronenbereich hinaus und erreichen horizontale Längen bis zu zehn Metern. Dank starken Seitentrieben, die ähnlich tief in den Boden reichen wie ihre Pfahlwurzel, ist die Weisstanne sehr sturmsicher.

bis

600
Jahre

alt

bis ca.

60
Meter

alt

Stamm

1–2
Meter

Durchmesser

Im Saanenland ging eine Tanne ein, die einen Durchmesser von 180 Zentimetern aufwies.

Quellen: https://de.wikipedia.org/wiki/Weiß-Tanne; https://de.wikipedia.org/wiki/Fichten; https://de.wikipedia.org/wiki/Flachwurzler; Beratung: Daniel Bütschi, Betriebsleiter Forst, Saanen
Fotos: Fichte: Adobe Stock — Smileus, Zapfen: electricmango; Tanne: by-studio, Zapfen: Dušan veverkolog

Hier gibt es noch mehr Holz Beiträge

Jahresringe erklären das Leben eines Baumes

Jahresringe erklären das Leben eines BaumesAufgrund der äusseren Erscheinung erkennt man das Alter eines Baumes nicht. Wie alt der Baum tatsächlich ist, sieht man, wenn man ihn fällt. Auskunft über das Alter geben die Jahresringe. Jahresringe verraten auch etwas über...

Kennen Sie den Hirsch?

Kennen Sie den Hirsch?  Bei Störungen Der Rothirsch bewohnte ursprünglich offene und halb offene Landschaften. Im Jahresverlauf kommen ausgedehnte Wanderungen zwischen Sommer- und Wintereinständen vor.  Bei Störungen flüchtet der Hirsch nicht etwa in den nächsten...

Schindeln – ein Trend

Innenräume Bei anspruchsvolleren Objekten oder unter Heimatschutz stehenden Gebäuden, wie etwa die Kirche in Saanen, werden Schipfischindeln verlegt. Diese sind kürzer als die konventionellen Schindeln. Für Innenräume entwickelten Möschings etwas Neuartiges: ein...

Fichte sticht – Tanne nicht

Fichte sticht – Tanne nichtFichtennadeln stechen  Die typischen immergrünen Nadeln der Rottanne können bis zwei Zentimeter lang werden, sind zugespitzt und stechen, wenn man sie berührt. Sie sind im Querschnitt viereckig, etwa so breit wie hoch und sind am Zweig...

Der Hirsch – seit 1980 in der Region heimisch

Der Hirsch – seit 1980 in der Region heimischWie besiedelte der Hirsch das Saanenland? Der Hirsch ist weltweit zu Hause. Er ist nicht ortsgebunden, sondern auf steter Wanderung. Aus dem Osten zog es ihn länger je mehr westwärts. Im Jahr 1850 gab es im Kanton Bern...

Die wichtigsten Baumarten der Region

Meielsgrund, 1300 m ü. M., westlich von Grund bei Gstaad, saftig grüne Vorsassweide mit wundervollen Bergahornbäumen.Die wichtigsten Baumarten der RegionDie Fichte (Rottanne) hat mit 82 % den grössten Anteil. Sie steht überall. Weitere Baumarten mit geringen Beständen...

Restauration von Fassaden

Foto: Sven Pieren, Müller Medien AG, GstaadRestauration von Fassaden Denkmalgeschützte Bauten zeugen von einer lebhaften Baugeschichte. Die Spuren der Vergangenheit sind vor allem auch an den Fassaden gut ablesbar. Aufgrund restauratorischer Voruntersuchungen...

Jede zweite Tier-, Pilz- und Pflanzenart braucht den Wald

Jede zweite Tier-, Pilz- und Pflanzenart braucht den WaldRund die Hälfte der in der Schweiz vorkommenden Tier-, Pilz- ­und Pflanzenarten ist in mindestens einer Phase ihres Lebens auf den Wald angewiesen. Oft kommen einzelne Arten nur in bestimmten Wäldern vor, da sie...

Das Vorkommen der Baumarten

Das Vorkommen der Baumarten Die verschiedenen Baumarten wachsen überall auf der Erde, so auch in den Wäldern im Saanenland. Sie lieben ein Klima, das weder zu heiss noch zu kalt ist. Saanen, Sunnige Wald: zur Hauptsache gemischte Bestände mit Fichte, Tanne und Buche ...

Das Zimmerhandwerk

Das Zimmerhandwerk Die handwerkliche Tätigkeit, die heute der Zimmermann ausübt, ist eng mit der Entwicklung der Menschheit verknüpft. Vor vielen Tausend Jahren verliessen die Menschen ihre Höhlen. Um gefrässigen Tieren auszuweichen, bauten sie Pfahlbauten. Die...