Wie feuerfest ist Holz?

Die Frage, wie sich ein Gebäude aus Holz im Vergleich zu einer Beton-Stahlkonstruktion im Brandfall verhält, kann in etwa wie folgt beantwortet werden: Holz brennt berechenbar und kontrollierbar. Holz weist in seinem Brandverhalten im Vergleich zu anderen Baustoffen insgesamt mehrere Vorteile auf. Holz brennt gleichmässig und langsam ab. Es schmilzt nicht, tropft nicht und bricht nicht plötzlich ein. 

Dem gegenüber stehen z.B. Stahlkonstruktionen, die bei Brandeinwirkung plötzlich und unvorhersehbar versagen können. Eine Stahlkonstruktion brennt selbst nicht, aber es geht sehr schnell, bis sie schmilzt. Und wenn sie schmilzt, fällt sie zusammen.  

Beton (eine Zementmasse) funktioniert auf Druckkräfte. Damit sie auch auf Zugkräfte reagieren kann, braucht es Eisen im Beton. Wenn der Beton heiss wird, dann schmilzt das Armierungseisen im Beton. Dadurch fällt eine Betondecke unter Umständen eher ein als eine Holzdecke. Holz ist deshalb sehr gut, weil es sowohl auf Zugkräfte als auch auf Druckkräfte reagieren kann. Wichtige Kriterien für Feuerfestigkeit sind die Holzart, die Härte des Holzes, die Dimensionen und die Bautechnik.

Zusammengefasst 

Holz ist ein Baustoff, der brennen kann. Dennoch weisen Häuser aus Holz in Sachen Brandschutz keine Nachteile auf. Im Gegenteil: Unter Feuerwehrleuten gelten sie sogar als besonders sicher.

Der Berner Liedermacher

Mani Matter

sang einst:

I han es Zündhölzli azündt
Und das het e Flamme gäh
Und i ha für d‘Zigarette
Welle Füür vom Hölzli näh
Aber ds Hölzli isch dervogspickt und uf e Teppich cho
Und es hätt no fasch es Loch
i Teppich gäh dervo

Beratung: Elisabeth Wampfler, Architektin, Jaggi Architektur & Innenarchitektur, Gstaad; Autor: Eugen Dornbierer-Hauswirth
Foto: Adobe Stock – Zuchna, Illustration: Susanne Kaiser, Müller Medien AG, Gstaad

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