Einwohner: 7650
Höhenbereich: 985—2542 m ü. M.
Fläche: 120 km2

Foto: Sven Pieren, Müller Medien AG, Gstaad

Fläche von

120 km²

8. flächengrösste

Einwohnergemeinde

im Kanton Bern

 

7650
EINWOHNER

+

3547
Haushalte

DAVON 30 % AUSLÄNDER MIT WOCHENAUFENTHALTERN

2301
HOTELBETTEN
IN 33 HOTELS
2735 Hotelbetten in der Destination Gstaad 48 Hotels in der Destination Gstaad

 

985– 2542
METER ÜBER MEER

200
landwirtschaftliche Höfe

 

WAPPEN:
KRANICH
AUF 3 BERGEN
3100
ZWEITWOHNUNGEN

 

1915
ältestes Tennisturnier
Der Schweiz
1946
1. Turnier auf dem hoteleigenen Plätzen des Gstaad Palace 1. Sesselbahn Europas (auf den
Wasserngrat)

Weitere Informationen: www.saanen.ch

 

Fläche von

120 km²

 

8. flächengrösste

Einwohnergemeinde

im Kanton Bern

7650
EINWOHNER

+

3547
Haushalte

DAVON 30 % AUSLÄNDER MIT WOCHENAUFENTHALTERN

2301
HOTELBETTEN

2735 Hotelbetten in der Destination Gstaad

IN

33 HOTELS

48 Hotels in der Destination Gstaad

 

985–
2542
METER ÜBER MEER

 

200
landwirtschaftliche Höfe

 

WAPPEN:
KRANICH
AUF 3 BERGEN

 

3100
ZWEITWOHNU
1915
ältestes Tennisturnier
Der Schweiz

1. Turnier auf dem hoteleigenen Plätzen des Gstaad Palace

1946

1. Sesselbahn Europas (auf den Wasserngrat)

Weitere Informationen: www.saanen.ch

So funktioniert der Fernwärmeverbund

So funktioniert der Fernwärmeverbund 

Die Elektra Baselland (EBL) realisierte in der Dorfrütti bei Saanen eine zentrale Holzschnitzel-Verbrennungsanla­ge. Zur Sicherstellung des Spitzenwärmebedarfs wird eine konventionelle Ölfeuerung eingesetzt. Zwei Holzschnitzelkessel und ein ölbetriebener Spitzenlastkessel erzeugen die notwendige Energiemenge für die Wärmekunden. Mit der Holzschnitzelfeuerung werden 90 bis 95 % des jährlichen Wärmebedarfs der angeschlossenen Gebäude mit Holz abgedeckt.

Die erzeugte Wärme wird den Kunden zum Heizen und zur Warmwasseraufbereitung über ein Rohrleitungsnetz zugeleitet. Das funktioniert wie eine grosse Zentralheizung. Die Fernwärme wird über ein gut isoliertes Verteilnetz in Form von heissem Wasser (80°C bis 130°C) zum Endver­braucher geleitet (Vorlauf). Das in den Heizungen abgekühlte Wasser fliesst über ein zweites Rohr in die Fernwärmezentrale zurück (Rücklauf), womit der Kreislauf geschlossen ist. 

Dieses Vorzeigeprojekt hat mehr als nur einen PR-Effekt. Was das Palace angeht, glaube ich, dass wir dadurch nicht mehr Kunden gewinnen können. Aber das umweltbewusste Heizen wird uns sicherlich viel Sympathie bei den Gästen bringen. Ökologisches Verhalten wird auch bei den wohlhabenden Leuten mehr und mehr zum Trend.

Andrea Scherz, Gstaad Palace

Holzbedarf

Die Fernheizung Saanen-Gstaad hat einen jährlichen Holzbedarf von 47’000 m3. Die Nutzung von Holz als Brennstoff aus den nahe gele­genen Wäldern ist aus volkswirtschaftlicher Sicht sinn­voll. Sie schafft Arbeitsplätze und eine hohe lokale/regio­nale Wertschöpfung.

Substitution Heizöl

Der Energieträger Holz ist CO2-neutral. Durch den Einsatz der Fernwärmeanlage im Saanenland werden 3,3 Mio. Liter Öl durch Holzschnitzel substituiert. Dadurch wird der CO2-Ausstoss in der Region nachhaltig um 8745 Tonnen reduziert.

CO2-Emissionen

Jeder Kubikmeter Holz, der fossile Energieträger ersetzt, reduziert die CO2-Emissionen um rund 200 kg. Von allen Energieträgern besitzt Holz das grösste nutzbare Poten­zial.

Quelle: ebl, Fernwärme Saanen-Gstaad; Beratung: Rolf Schwenter, Betriebsleiter Fernwärme Saanen-Gstaad, Schönried, Gsteig;
Autor: Eugen Dornbierer-Hauswirth; Fotos: Eugen Dornbierer-Hauswirth

Fernwärme in der Gemeinde Saanen

Fernwärme in der Gemeinde Saanen

Die Begriffe Klimawandel und CO2-Fussbadruck sind seit den 2020er-Jahren Dauerbrenner in den Print- und elektronischen Medien. In Talkshows und gesellschaftsrelevanten Diskussionsforen sind sie omnipräsent. Möglicherweise entging den für die genannten Formate zuständigen Programmverantwortlichen, dass die Ferienregion Saanenland bereits im Jahr 2005 den Bau eines Holzschnitzel-Fernwärmeprojektes in Angriff genommen hatte. Einmal mehr fiel die Gemeinde Saanen durch ihren Pioniergeist auf. 

Im Dezember 2008, bei der Inbetriebnahme des Fernwärmenetzes von Saanen­-Gstaad, äusserte sich Andrea Scherz (Gstaad Palace) in folgendem Sinn: «Unser Unternehmen ist in einer der schönsten touristischen Regionen der Schweiz. Intakte Natur und die Umwelt haben für uns einen sehr hohen Stel­lenwert. Leider war es bis jetzt unumgänglich, unser Hotel und die fünf umliegenden Gebäude mit Heizöl zu heizen. Dazu brauchten wir pro Jahr ca. 270000 Liter Heizöl. Der Fern­wärmeverbund Saanen-Gstaad ist die ideale Gelegenheit, CO2-neutral unsere Häuser zu heizen. Es war in erster Linie der Wunsch, etwas für unsere Umwelt zu tun. Andererseits hoffen wir aber auch insgeheim, dass jetzt noch viele andere Bewohner aus dem Saanenland unserem Beispiel folgen werden.»

Quelle: ebl, Fernwärme Saanen-Gstaad; Beratung: Rolf Schwenter, Betriebsleiter Fernwärme Saanen-Gstaad, Schönried, Gsteig; Autor: Eugen Dornbierer-Hauswirth
Foto: Eugen Dornbierer-Hauswirth

Die wichtigsten Kennzahlen 

Wärmebedarf, Auslegung  28000000 kWh/a
Anschlussleistung
Kunden 
16500 kW
Kundenanlagen
(Vollausbau)
ca. 250 Anlagen
Temperaturniveau
Winter
130°C/Sommer 100°C
Holzbedarf 47000 m3
Energiespeicher 40000 l
Wasserinhalt gesamt 300000 l
Länge der Fernleitung 2 × 4500 m
Länge der
Hausanschlussleitungen 
2 × 5200 m

Brennstoffsortiment

Altholz 14100 m3 Anteil 30
Waldholz 14100 m3  Anteil 30
Sägereirestholz 11700 m3 Anteil 25
Landschaftspflegeholz   7100 m3 Anteil  15

Saanen

Gsteig

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