Fotovoltaik: «Müssen mächtig Gas geben!»

 

Für Solarenergie gibt es im Saanenland noch grosses Potenzial, obwohl die Dächer anstatt einer südlichen meist eine Ost-Westausrichtung aufweisen. Aber auch so sei es möglich, 100 oder mehr Prozent des eigenen Haushaltsstroms zu erzeugen, erklärt Christoph Ogi, Geschäftsleiter der solarUp Energie GmbH. «Tagesverlaufbatterien erlauben es ausserdem, die erzeugte Energie zu speichern und später am Tag abzurufen.»

Zusätzlich wären alpine Solarfreiflächenanlagen im Winter zwar effizient, aber der Energiemangel trete erst von März bis Ende April auf, wenn unsere Stauseen wenig Wasser haben. «Da eine Anlage im Flachland sogar im Winter 30 Prozent der Energie erzeugt, sollte das Potenzial dort auf den grossen Flachdächern viel besser genutzt werden, wo die meiste Energie benötigt wird und die Leitungskapazitäten vorhanden sind», rät der Solarunternehmer.

«Die Nachfrage nach Fotovoltaik ist in den letzten zehn Jahren in der Region kontinuierlich gestiegen», zieht Christoph Ogi Bilanz, dessen Firma – welche er mit Max Brand gegründet hat – seit 2012 Solarmodule aus Schweizer Produktion und Energiemanagement im Gebäude anbietet. Die Technik sei ausgereift und wir hätten heute die Möglichkeiten, unseren eigenen Strom vor Ort zu produzieren, so Ogi. Aber: «Wenn wir die Energiewende schaffen wollen, müssen wir mächtig Gas geben!»

Zur Person:

Christoph Ogi ist 1969 geboren und wohnhaft im Grund. Nach seiner Lehre als Elektriker absolvierte er Weiterbildungen bis zum Meisterdiplom. In Gstaad ist er mit einem Elektroplanungsbüro seit 23 Jahren selbstständig. Seine Hobbys sind Skifahren, Klettern und Fussball. 

Autor: Martin Gurtner-Duperrex; Foto oben: zVg